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Walliser Verband der Mittelschullehrer

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Die Nachrichten

Fernunterricht und Impfungen

Die VSG hat sich für die Verteidigung des Fernunterricht eingesetzt und sich für eine vorrangige Impfung des Lehrpersonals eingesetzt. Hier sind die Details.

1. Fernunterricht
Für den VSG steht die Gesundheit aller Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Mitarbeitende) und der Beitrag der Schulen zur Eindämmung der Pandemie stets im Zentrum seiner Überlegungen. Trotzdem sollte ein Wechsel zum Fernunterricht nicht unbedacht erfolgen. Erst wenn alle anderen Schutzmassnahmen nicht mehr ausreichen, ist ein solcher zu erwägen. Es ist weiter zwingend notwendig, für einzelne Lektionen weiterhin einen Präsenzunterricht zu erlauben, um beispielsweise praktische Arbeiten im Labor, Instrumentalunterricht oder die Durchführung von Prüfungen zu ermöglichen. Ausserdem muss der Fernunterricht zeitlich klar beschränkt sein.

Die Erfahrungen im letzten Frühling haben nämlich die Nachteile des Fernunterrichts auch an Gymnasien und Fachmittelschulen deutlich zum Ausdruck gebracht:
● So gab es einen ausgesprochenen Schereneffekt zwischen guten oder motivierten bzw. schlechten oder unmotivierten Schülerinnen und Schülern.
● Die didaktischen Möglichkeiten waren eingeschränkt, ebenso die soziale Interaktion.
● Eine adäquate Betreuung und Begleitung der Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern durch die Lehrpersonen war verunmöglicht.
● Im Nachhinein erwiesen sich deutliche Lücken beim Erwerb der im Lehrplan definierten Kompetenzen und beim Erreichen der Lernziele.
● Mangelnde juristische und technische Grundlagen verhinderten eine solide und unanfechtbare Benotung.
● Die Belastung und damit verbunden die Gesundheitsrisiken der Lehrpersonen genauso wie der Schülerinnen und Schüler war übermässig hoch.
● Insgesamt konnte die Chancengerechtigkeit nicht mehr im gleichen Mass gewährleistet werden wie beim Präsenzunterricht.

2. Impfungen
Erkrankte Schülerinnen und Schüler an Gymnasien und Fachmittelschulen sind gemäss den heute vorliegenden wissenschaftlichen Daten nicht weniger ansteckend als Erwachsene. Entsprechend ist es naheliegend, Lehrpersonen dieser Schulen, welche täglich im Kontakt mit meist über 100 Personen sind, analog zu Personen aus dem Betreuungssektor zu behandeln und bei den Impfungen entsprechend zu priorisieren, sofern eine Lehrperson eine Impfung wünscht.